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HubSpot Custom Agents: Was Public Beta und Credits für dich bedeuten

Seit dem 23.07.2026 sind HubSpot Custom Agents in der Public Beta, und jede Ausführung verbraucht HubSpot Credits. Für HubSpot-Admins zeigen wir, was sich ändert, welche fünf Template-Agents wegfallen und wie du die Kosten mit Run Limits und Simulationsmodus im Griff behältst.

Das Wichtigste in Kürze
  • Seit dem 23. Juli 2026 sind HubSpot Custom Agents in der Public Beta, und seitdem verbrauchen alle KI-Agenten HubSpot Credits.
  • Run Limits pro Agent und der kostenlose Simulationsmodus mit Credit-Schätzung sind die wichtigsten Werkzeuge zur Kostenkontrolle.
  • Fünf Template-Agents wurden eingestellt, darunter der Social Post Agent und der RFP Agent. Bereits installierte Versionen bleiben im Account.
  • Der neue Agent Hub bündelt alle KI-Agenten an einem Ort, zum Start für Professional- und Enterprise-Portale.
  • Custom Agents lohnen sich erst, wenn CRM-Daten und Leadquelle stehen – Automatisierung skaliert nur, was schon funktioniert.

Was sind HubSpot Custom Agents?

HubSpot Custom Agents sind KI-Agenten, die du direkt in deinem HubSpot-Portal baust, um mehrstufige Aufgaben zu automatisieren – etwa Leads qualifizieren, Serviceanfragen routen oder Wettbewerbsinformationen zusammenfassen. Sie sind Teil von HubSpots Breeze-AI-Plattform und setzen dort an, wo klassische Workflows an ihre Grenzen stoßen.

Der Unterschied zu normalen Workflows liegt in der Art der Aufgabe: Regelbasierte Workflows funktionieren hervorragend für vorhersehbare, lineare Prozesse. Sobald eine Aufgabe aber Einordnung, Kontext oder mehrstufiges Denken über verschiedene Datenquellen hinweg erfordert, stößt starre Wenn-dann-Logik schnell an ihre Grenzen. Genau für diese Lücke sind Custom Agents gebaut. Sie ersetzen deine bestehenden Workflows nicht – sie übernehmen die Fälle, in denen ein Workflow Dutzende Verzweigungen bräuchte und trotzdem an den Randfällen scheitern würde.

Was ändert sich mit der Public Beta seit dem 23. Juli 2026?

Seit dem 23. Juli 2026 sind HubSpot Custom Agents in der Public Beta, zusammen mit dem neuen Agent Builder und dem Agent Hub. Gleichzeitig hat HubSpot die Abrechnung scharfgeschaltet: Laut Wissensdatenbank verbrauchen seit diesem Tag alle KI-Agenten HubSpot Credits aus deinem Kontingent.

Die Public Beta stand zum Start allen Professional- und Enterprise-Kunden offen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick (Stand: Juli 2026, Quellen: HubSpot-Ankündigung und Wissensdatenbank):

MerkmalPrivate Beta (bis 22. Juli 2026)Public Beta (ab 23. Juli 2026)
ZugangTeilnehmende der Private BetaAlle Professional- und Enterprise-Kunden
Kosten pro AusführungKostenlosVerbraucht HubSpot Credits (abhängig von der Komplexität des Agenten)
KostenkontrolleNicht nötigRun Limits pro Agent, geschätzte Credits pro Run
Testen ohne KostenAlles kostenlosSimulationsmodus mit Credit-Schätzung, ohne Verbrauch
Template-AgentsVerfügbarFünf Templates eingestellt (siehe unten)

Was kosten Custom Agents? So funktioniert die Abrechnung über Credits

Jeder Agent-Run verbraucht seit dem 23. Juli 2026 HubSpot Credits aus deinem Kontingent. HubSpot rechnet Custom Agents in sogenannten Action Units ab: Jede Action Unit kostet einen Credit, und wie viele ein Run braucht, hängt von deinen Prompts und ihrer Komplexität ab (Stand: Oktober 2026). Einen festen Euro-Preis pro Run gibt es also nicht, dafür aber drei Werkzeuge, mit denen du die Kosten im Griff behältst:

Erstens zeigt dir HubSpot die geschätzten Credits pro Run, in der Historie deiner Testläufe und als Durchschnitt, bevor du ein Limit setzt. Zweitens legst du für jeden Agenten ein monatliches Run Limit fest: Ist es erreicht, stoppt der Agent. Drittens testest du im Simulationsmodus einen Agenten komplett durch, ohne dass ein einziger Credit fließt. Simulationen lesen allerdings echte CRM-Daten und können MCP-Tools ausführen, nimm dafür deshalb Beispieldaten.

Das Ganze reiht sich in HubSpots größeren Schwenk Richtung nutzungsbasiertem Pricing ein: Im Preismodell aus flexiblen Lizenzen und Guthaben, das HubSpot als Limited Release führt, verbrauchen auch E-Mail-Versand und Workflow-Aktionen Credits. Was das für dein Gesamtbudget bedeutet, haben wir im Artikel HubSpot Preise 2026 im Detail aufgeschlüsselt.

Wie viele Credits ein einzelner Run konkret verbraucht, variiert je nach Komplexität deutlich: Ein Agent, der nur ein Feld anreichert, kostet einen Bruchteil eines Agenten, der mehrere Datenquellen durchsucht und Texte generiert. Verlass dich deshalb nicht auf Pauschalwerte, sondern auf die geschätzten Credits pro Run und den Simulationsmodus in deinem eigenen Portal.

Diese fünf Template-Agents stellt HubSpot ein

Zum Start der Public Beta hat HubSpot am 23. Juli 2026 fünf vorgefertigte Template-Agents eingestellt: den Social Post Agent, den ABM Landing Page Agent, den RFP Agent, den Cross-sell/Upsell Agent und den Sales to Marketing Feedback Agent.

Wichtig für dich: Hast du einen dieser Agenten bereits installiert, bleibt er in deinem Account, neu installieren lässt er sich aber nicht mehr. Die Einstellung ist ein klares Signal: HubSpot verabschiedet sich von generischen Einheits-Agenten und schiebt Nutzer in Richtung individuell gebauter Agents, die zum eigenen Geschäftsmodell passen. Wer einen der Sunset-Agenten produktiv nutzt, sollte den Nachbau als Custom Agent einplanen.

Agent Hub: die neue Kommandozentrale für deine KI-Agenten

Der Agent Hub ist HubSpots neue zentrale Stelle, an der du alle Agenten in deinem Portal siehst und verwaltest: Live-Status und Ergebnisse, noch inaktive Agenten mit einem Klick aktivieren, sortiert nach den Zielen, auf die sie einzahlen. Zum Start war er wie der Agent Builder für Professional- und Enterprise-Kunden verfügbar (Stand: Juli 2026).

Parallel dazu wächst Breeze tiefer in den CRM-Alltag hinein: Mit der neuen Workflow-Aktion „Run Agent“ startest du einen Breeze-Agenten direkt aus einem Workflow, ab Professional (Stand: Juli 2026). Breeze wird damit weniger ein separates KI-Feature als eine Ebene über dem gesamten CRM.

Für wen lohnen sich Custom Agents – und für wen (noch) nicht?

Custom Agents lohnen sich für Unternehmen, die drei Dinge mitbringen: ein sauber gepflegtes CRM, wiederkehrende mehrstufige Prozesse mit echtem Volumen und ein Team, das die Ergebnisse kontrolliert. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, verbrennst du Credits für Automatisierung, die dir keine Zeit spart.

Ein Punkt, den wir bei River Online in Kundengesprächen immer wieder betonen: HubSpot ist dein Nurturing- und Automatisierungs-Tool – nicht deine Leadquelle. Ein KI-Agent, der Leads qualifiziert, bringt dir nichts, wenn kaum Leads reinkommen. Wer zu wenig Traffic oder Anfragen hat, investiert besser zuerst in eine stabile Leadquelle über SEO oder Google Ads, bevor er höhere HubSpot-Stufen bucht oder Credits in Agenten steckt. Automatisierung skaliert nur, was bereits funktioniert.

Ein bewährter Startpunkt: Nimm einen Prozess, der heute manuell nervt und klar messbar ist – etwa die Vorqualifizierung eingehender Anfragen – und baue dafür einen einzelnen Agenten, statt gleich fünf Baustellen zu öffnen.

So bereitest du dein Portal in fünf Schritten vor

Die beste Vorbereitung auf das Credits-Pricing ist eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner Automatisierungen – idealerweise, bevor die ersten Rechnungen Fragen aufwerfen. So gehst du vor:

  1. Geschätzte Kosten prüfen: Schau dir für jeden aktiven Agenten die durchschnittlich geschätzten Credits pro Run an, die HubSpot beim Run Limit anzeigt.
  2. Simulationsmodus nutzen: Teste jeden aktiven Agenten einmal komplett durch und notiere die geschätzten Credit-Kosten als Baseline – das kostet nichts.
  3. Run Limits setzen: Lege für jeden Agenten ein monatliches Limit fest, bevor ein fehlkonfigurierter Agent dein Kontingent leert.
  4. Spend Caps prüfen: Begrenze den Credit-Verbrauch zusätzlich auf Account-, Feature- oder Aktionsebene. Diese Limits stellst du laut HubSpot seit September 2026 unter „Usage & Limits“ ein.
  5. Workflows auditieren: Prüfe, wo regelbasierte Workflows und Agenten parallel dieselbe Aufgabe erledigen – das ist ab sofort doppelte Ausgabe. Konsolidiere, wo es geht.

Als Faustregel gilt: Starte konservativ. Setz Run Limits und Spend Caps am Anfang lieber zu niedrig an und erhöhe sie erst, wenn du zwei bis drei Wochen echte Verbrauchsdaten im Credit-Dashboard gesehen hast.

Fazit: Testen ja – aber mit Kostenkontrolle von Tag eins

Die Public Beta ist der richtige Zeitpunkt, um Custom Agents auszuprobieren: Der Simulationsmodus ist kostenlos, die Kontrollwerkzeuge sind da, und wer jetzt Erfahrung sammelt, hat einen Vorsprung, wenn KI-Agenten zum CRM-Standard werden. Gleichzeitig gilt: Credits sind ab sofort ein echter Kostenfaktor, der in dein Budget gehört – und Agenten sind kein Ersatz für ein sauberes Setup und eine funktionierende Leadquelle.

Wenn du wissen willst, welche Agent-Use-Cases sich für dein Unternehmen wirklich rechnen – oder ob dein HubSpot-Setup dafür überhaupt bereit ist –, unterstützen wir dich bei River Online gern. Als HubSpot-Partner aus Hamburg kennen wir beide Seiten: das Tool und die Lead-Generierung davor. Wie du die Credits dafür im Griff behältst, zeigt unser Beitrag HubSpot AI-Kosten kontrollieren.

Häufige Fragen

Was sind HubSpot Custom Agents und was kosten sie?

HubSpot Custom Agents sind KI-Agenten, die du im Agent Builder deines Portals für mehrstufige Aufgaben wie Lead-Qualifizierung oder Datenanreicherung selbst baust. Abgerechnet wird nach Action Units: Jede Action Unit kostet einen HubSpot Credit, wie viele ein Run braucht, hängt von deinen Prompts ab (Stand: Oktober 2026). Einen festen Preis pro Agent gibt es deshalb nicht. Den Verbrauch schätzt du vorab im Simulationsmodus, der selbst keine Credits kostet.

Welche HubSpot-Lizenz brauche ich für Custom Agents?

Inzwischen reicht Starter: Laut HubSpots Produkt-Updates vom September 2026 sind Custom Agents ab Starter enthalten. Zum Start der Public Beta am 23. Juli 2026 waren sie noch Professional- und Enterprise-Kunden vorbehalten. Für Smart CRM und den Revenue Hub nennt die Wissensdatenbank bei den Kostenkontrollen für Agenten weiterhin Professional oder Enterprise (Stand: 21.10.2026). Die Credits für jeden Run kommen in allen Fällen aus deinem Kontingent.

Kann ich Agenten direkt aus Workflows starten?

Ja, mit der Workflow-Aktion „Run Agent“, die laut HubSpots Produkt-Updates vom Juli 2026 jeden Breeze-Agenten innerhalb eines Workflows auslöst. Sie setzt Professional oder höher voraus, im Marketing, Sales, Service oder Data Hub oder in Smart CRM. Bedenke dabei: Jeder Workflow-Durchlauf löst einen Agent-Run aus und verbraucht Credits. Das Run Limit des Agenten sollte deshalb zum Volumen des Workflows passen.

Was passiert mit Template-Agents, die ich schon installiert habe?

Sie bleiben in deinem Account, neu installieren lassen sie sich seit dem 23. Juli 2026 aber nicht mehr. Betroffen sind der Social Post, ABM Landing Page, RFP, Cross-sell/Upsell und Sales to Marketing Feedback Agent. Wer einen davon produktiv nutzt, baut ihn am besten als Custom Agent nach. Teilen lässt sich der Nachbau allerdings nicht: Custom Agents aus dem Agent Builder kann man laut HubSpot nicht im Agent Marketplace listen.

Quellen

  1. HubSpot: Meet Agent Hub and Agent Builder: One place to build and manage AI agents with shared context (23.07.2026)
  2. HubSpot Knowledge Base: Test and control agent credit usage (Stand: 21.10.2026)
  3. HubSpot: HubSpot Products & Services Catalog (HubSpot Credits Rate Sheet)
  4. HubSpot: Flexible Seats-and-Credits Pricing Product and Services Catalog Supplement
  5. HubSpot Knowledge Base: Install agents from the Agent Marketplace (Stand: 16.09.2026)
  6. HubSpot Community: July 2026 Product Updates (03.08.2026)
  7. HubSpot Community: September 2026 Product Updates (01.10.2026)

Geschrieben von

AI Search & SEO Strategy

Über 15 Jahre Erfahrung in On- und Offpage-SEO, seit 2018 bei River Online. Hilft Kunden, bei Google und in KI-Antworten organisch gefunden zu werden.

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